„Erlesenes – Gott im Spiegel der Dichter“ – Literarisch-Musikalische Abende zu

500 Jahre Reformation.

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500 Jahre Reformation haben auch die Literatur in Europa geprägt. Wir wollen die fünf Jahrhunderte Revue passieren lassen, anhand von fünf großen Dichtern, die sich fragten: Was muss sich ändern in der Kirche? Dazu jeweils ein Theologe/eine Theologin, die typisch waren für ihre Zeit.


Freitag, 12. Mai 2017, 19.30 Uhr, Pfarrscheune Benz

Ein neues Christentum tut not! Theodor Fontane und Sören Kierkegaard

Theodor Fontane war ein präziser Beobachter der kirchlichen Lage seiner Zeit. In nahezu jedem seiner Romane sind religiöse Fragen bzw. Pfarrerfiguren als Vertreter der Kirche präsent. In ihnen spiegelt sich der Umbruch, den Kirche im 19. Jahrhundert erfährt. Und in dem märkischen Kontext Fontanes geht es dabei immer um die Zukunft des Protestantismus. Wir wollen dies in seinem Hauptwerk Der Stechlin (1897) verfolgen. Provokativ eingeleitet aber wurde das 19. Jahrhundert – in Auseinandersetzung mit Luther – durch den dänischen Theologen und Dichter Sören Kierkegaard. Seine These über die Kirche seiner Zeit lautete: „Das Christentum ist gar nicht da.“ Es liest die Schauspielerin Jutta Wachowiak.

In den Geist jenes Jahrhunderts entführt Klaviermusik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms, vorgetragen von Yumiko Nakjima-Backhaus.

 

Freitag, 9. Juni 2017, 19.30 Uhr, Hans-Werner-Richter-Haus Bansin

Kirche in religionsloser Zeit? Bertolt Brecht

Brecht war Atheist. Kennzeichen seines Denkens und Dichtens waren Diesseitigkeit, Skepsis und Rationalität. Religion hatte darin keinen Platz. Dennoch zählte die Bibel bekanntlich zu seiner Lieblingslektüre und in vielen Werken spielt die Auseinandersetzung mit Religion eine große Rolle. Brechts Humanismus antwortet auf die Frage nach Gott in einer religionslosen Zeit. Wir lesen Brechts Einakter Die Bibel, den er als Fünfzehnjähriger geschrieben hat, und Auszüge aus Der gute Mensch von Sezuan (1939).

Dem zur Seite stellen wir Texte Dietrich Bonhoeffers und Dorothee Sölles über ein „religionsloses“ Christentum und natürlich Klaviermusik von Hanns Eisler und Kurt Weill, vorgetragen von Frank Günther.

 

Freitag, 22. September 2017, 19.30 Uhr, BuchKunst Usedom, Bahnhof Ahlbeck

Reformation im 21. Jahrhundert? Eine Literaturschau.

Welche literarischen Neuerscheinungen bietet das Jahr 2017? Wie setzen sich zeitgenössische Dichterinnen und Dichter mit 500 Jahre Reformation auseinander? Wir bieten literarische Kostproben auf die Frage nach der Zukunft von Kirche im 21. Jahrhundert.

Dazu erklingt zeitgenössische Jazz-Musik von Thilo Holz.

Das neue BuchKunst-Atelier im Ahlbecker Bahnhof öffnet dazu seine Türen.

 

 

Theater in der Kirche

Donnerstag, 27. April 2017, 19 Uhr,
Ev. Kirche Heringsdorf

Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz

Der kleine Prinz

Jeder kennt Der Kleine Prinz (1943). Es ist eine der schönsten Geschichten der Welt, für Kinder und Erwachsene. Ein philosophisches Märchen, das es an Popularität fast (!) aufnehmen kann mit den Evangelien – seit es auch Zeichentrickfilme und Computerspiele davon gibt. Und tatsächlich: Die Tonlage, in der hier Lebensweisheiten erzählt werden, ist der von Jesus nicht unähnlich. Es geht darum, was das Leben eigentlich ausmacht: um Herzensgüte und Vertrauen, um Geheimnisse, um menschliche Laster, ums Sterben … Auch um Gott? Am Ende bleibt Vieles ungesagt. Aber das ist vielleicht gerade Saint-Exupérys Geheimnis!

Schülerinnen und Schüler der Theater-AG der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom in Ahlbeck haben den Kleinen Prinzen als Theaterstück einstudiert. Musikalisch untermalt wird das Ganze von Kompositionen und Improvisationen auf dem Kontrabass von Jaspar Libuda (Berlin).

Mit freundlicher Unterstützung des Eigenbetriebs Kaiserbäder, der Achterkerke-Stiftung und des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises.

Der Eintritt zu den Leseabenden ist frei.
Um Spenden zur Deckung der Unkosten wird gebeten.

 

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